Wie werden Federbälle hergestellt?

Der Federball, wie die erste Silbe des Wortes „Feder“ schon sagt, wird aus Naturfedern hergestellt. Diese Naturfedern stammen von Gänsen und Enten, die nach dem schlachten übrig bleiben. Der Naturfederball hat besonders gute Flugeigenschaften, was ihn zu einem beliebten Badminton Ball bei Spielern macht. Wer einmal den Unterschied zu einem Kunststoffball erlebt hat, will nie wieder wechseln.

Doch die Herstellung von Federbällen und die Verwendung haben auch seine Nachteile. Die Federn müssen mit großem Aufwand von Menschenhand in den Korkkopf gesteckt und verklebt werden. Außerdem kann ein Spielball schon nach 1-2 Schlägen kaputt gehen.
Die Herstellung vom Federball (bis auf den Korkkopf) findet zu 90% in Asiatischen Ländern statt. Dort sind die Produktionskosten sehr niedrig und die Menschen können mit einen sehr geringen Lohn ausgebeutet werden. Bei uns kosten dann Federballrollen zwischen 10-15€, vielleicht brauchen wir auch langsam ein „Fair“ Siegel.

Die Vorteile und Nachteile von Enten und Gänsefedern

Die Federn kommen in großen Säcken bei der Herstellungsfirma an und stammen aus dem Deckfedern von Enten oder Gänsen. Jede der beiden Varianten haben seine Vor und Nachteile. Die Federn von Gänsen sind am Kiel zerbrechlicher, aber bieten insgesamt eine bessere Qualität. Der Vorteil von Entenfedern liegt in der höheren Stabilität und die Ausfransung ist weniger stark als bei Gänsefedern. Möchte man die Qualität von Federn verbessern, muss die Zucht in kalten Regionen stattfinden. Dadurch werden die Tiere dicker und die Federn enthalten mehr natürliche Öle.

Der Kork

Der Kork für den Kopf des Federballs besteht entweder aus Naturkork oder einem Kunstkork aus natürlichem und künstlichem Kork. Je nach Preissigment unterscheiden sich die gekauften Federballrollen also. Hergestellt wird der Kork in Portugal.

Herstellung des Federballs

Als erstes findet die Sortierung statt. Hier wird geschaut welche der Federn verwendet werden können und das richtige Maß von 62mm bis 70mm aufweisen. Nicht die ganze Feder wird gemessen sondern nur von der oberen Spitze bis zum Ende der Aneinanderreihung. Der Stiel wird später von einer Maschine noch abgeschnitten, damit ein einheitlicher Kranz entstehen kann.

Danach folgt das auswaschen mit Seife und Bleichmittel, sowie die Trocknung. Sind die Federn der Enten getrocknet, werden sie nach der Ausrichtung (Links/Rechtsbeugung) erneut sortiert, bis eine Maschine das Zuschneiden der Stiele, für den Korkkopf(Basis) übernimmt.
Der nächste Schritt in der Produktion findet erneut von Mitarbeitern statt. Mit viel Feingefühl werden die 16 Gänsefedern in die Basis des Korks gesteckt und mit Klebstoff und Garn verklebt. Bricht eine Feder ab, was vor allem am Federkiel öfters passiert, muss Sie mit einer neuen ausgetauscht werden. Um die Stabilität zu erhöhen erhällt der Federball an den Federstielen zwei Federkränze, die einen ungefähren Durchmesser von 5-6 cm vorweisen müssen. Diese Werte sind in den internationalen Badminton Regeln festgelegt. Doch nicht nur der Durchmesser muss stimmen, auch die Ausrichtung der Federn muss in einem 12° Grad Winkel nach außen abstehen.

Nachdem die Federbälle fertig sind, werden Sie mit einer Maschine auf ihre Eigenschaften getestet. Diese sind die Geschwindigkeit und der Flugverlauf. Der perfekte Badminton Ball fliegt bei einem Geschwindigkeitstest bis zu 25-70cm vor die gegnerische Grundlinie. Der Flugverlauf des Balls entscheidet dann, in welche Geschwindkeitskategorie der Federball eingeordnet wird.

Bei der Herstellung muss darauf geahtet werden dass:

  • Ein Ball darf nur zwischen 4-5Gramm wigen
  • Kork muss durchmesser haben von 1,65cm
  • 16 Entenfedern
  • Winkel von 12 Grad nach außen
  • obere Ring des Federkranzes hat 6cm

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